21.03.2019

Forschung trifft Praxis – neueste Technologien auf dem betrieblichen Hallenboden

Am 21. März 2019 fand am ZeMA in Saarbrücken die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojektes NeWiP statt, welches vom BMBF gefördert und vom Projektträger Karlsruhe betreut wurde.
Die ME Saar und das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH (ZeMA) luden Interessierte aus Wirtschaft, Industrie und Forschung zum Abschluss des Projektes NeWiP – Neue Wege der informationsgeführten Produktion ein. Das Projekt hat vor Partnern und Interessenten aus der saarländischen Industrie die erfolgreich umgesetzten Anwendungsbeispiele und Ergebnisse vorgestellt, die innerhalb des Projektes in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen erreicht wurden. Prof. Rainer Müller, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ZeMA, lobte den gelungenen Projektabschluss: „Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss des Industrie 4.0 Projektes. Zusammen mit unseren Industriepartnern konnten wir anwendungsnahe Entwicklungen in verschiedenen Anwendungsbereichen vorantreiben und innovative Lösungen für den betrieblichen Hallenboden und produzierende Unternehmen schaffen.“
Die Landesregierung zeigte sich ebenfalls erfreut über den erfolgreichen Projektabschluss. Staatssekretär Jürgen Barke betonte „Industrie 4.0 ist vielfach noch ein abstrakter Begriff – es freut mich daher besonders, dass das Projekt NeWiP die Digitalisierung in der Produktionslandschaft auf so vielfältige Weise veranschaulichen konnte. Wir brauchen mehr solcher erfolgreichen Projekte, die dem Mittelstand helfen, die Bedeutung und die Möglichkeiten der Digitalen Transformation zu erschließen.“
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes, die in Zusammenarbeit mit den Firmen AXOOM GmbH, Imperial-Werke oHG – ein Unternehmen der Miele Gruppe, Woll Maschinenbau GmbH, XENON Automatisierungstechnik GmbH, XETICS GmbH und ZF Friedrichshafen AG entstanden sind, zeigen, wie Forschungsprojekte anwendungsnahe Ergebnisse mit unmittelbaren Vorteilen für die Unternehmen erbringen: Von Assistenzsystemen zur Unterstützung des Montagearbeiters bei komplexen Tätigkeiten sowie Maßnahmen der Qualitätssicherung während der Montage und Nacharbeit oder transparente Produktionsabläufe durch Retrofitting gingen die Entwicklungen bis hin zu einer App zur Digitalisierung des Änderungsmanagements zwischen Konstruktion und Produktion im Sondermaschinenbau. In der Veranstaltung wurden die Forschungsschwerpunkte und Ergebnisse von allen Beteiligten in Präsentationen und Demonstratoren vorgestellt.
Für den Verband der Metall- und Elektroindustrie (ME Saar) stellen diese Entwicklungen einen überzeugenden Beleg für gelungene industrienahe Forschung dar. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer von ME Saar, freute sich ebenfalls über den erfolgreichen Abschluss des Forschungsprojekts, an dem neben dem ZeMA mit ZF und Woll auch zwei saarländische Firmen mitgewirkt haben: „Die heutige Präsentation hat gezeigt, dass das ZeMA hervorragend in der Lage ist, Wissenschaft und Praxis zu verbinden. Ich kann allen Unternehmen unserer Branche und darüber hinaus mit bestem Gewissen raten, diese Kompetenzen in Anspruch zu nehmen und sich bei allen Themen, die der Optimierung der Produktionstechnik und von Produktionsabläufen dienen, mit dem ZeMA in Verbindung zu setzen.“

Info:
Das ZeMA ist eine gemeinsame Einrichtung von Landesregierung, Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Das ZeMA forscht anwendungsnah auf den Gebieten der Aktorik und Sensorik, der Fertigungsverfahren sowie der Montageverfahren und -automatisierung. Forschung für die Automobilproduktion, Fluid- und Robotertechnik sowie die Initiative Power4Production und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Saarbrücken gehören zu den Anwendungsbereichen der Einrichtung. Im Gewerbepark Eschbergerweg in Saarbrücken werden mittlerweile 120 Wissenschaftler und Forscher beschäftigt. Ständig werden weitere wissenschaftliche Mitarbeiter, technische Fachkräfte und studentische Mitarbeiter gesucht. Die Einrichtung bietet Studenten natürlich auch die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten zum Bachelor und Master dort zu fertigen.

Kontakt:
ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH
Eschberger Weg 46
66121 Saabrücken
info@zema.de