IProGro

Innovative Produktionstechnologien für Großbauteile

Problemstellung

Unternehmen der Transportbranche, wie z.B. dem Flugzeugbau zeichnen sich vorwiegend durch geringe Stückzahlen und lange Produktlebenszyklen aus. Daher erfolgt hier üblicherweise Baustellenmontage. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktionssysteme findet nicht statt. Aufgrund dieser personalintensiven Montageumfänge wird die Produktion verstärkt ausgelagert. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, besteht seitens der Zulieferer am Hochlohnstandort Deutschland ein konkreter Bedarf eigene rekonfigurierbare automatisierte Produktionsanlagen für Großbauteile aufzubauen.

Ziele

Ziel des Forschungsprojektes „IProGro“ ist die Entwicklung Innovativer Produktionstechnologien für Großbauteile. Aufgrund des starken Bezugs zur Luftfahrt und der dort eingesetzten Faserkunststoffverbunde (FKV) werden Produktionstechnologien zur Oberflächenvorbehandlung zusammengestellt und durch ein Inspektionssystem zur Qualitätsüberwachung unterstützt. Um eine rekonfigurierbare und automatisierte Montage zu ermöglichen, werden adaptive Greifer mittels shape memory alloys (SMA) (übersetzt: Formgedächtnislegierungen) entwickelt. Zur Unterstützung der Mitarbeiter sollen zudem Assistenzsysteme speziell für die Großbauteilmontage entwickelt werden. Das Zusammenspiel all dieser Systeme wird in einer Entwicklungsumgebung aufgebaut und erprobt.

Vorgehen

Das Projekt „IProGro“ unterteilt sich in fünf Arbeitspakete(AP):

  • AP 1: Oberflächenbearbeitungstechnologien

  • AP 2: Inspektionssysteme

  • AP 3: Adaptive Greiftechnologien

  • AP 4: Assistenzssysteme

  • AP 5: Aufbau einer Entwicklungsumgebung

Zu Beginn des Projektes untersuchen die einzelnen Arbeitsgruppen den aktuellen Stand der Technik, um daraus erste Szenarien für einen Anwendungsfall zu entwickeln. Nach der Definition dieses Anwendungsfalls werden die am Markt verfügbaren Betriebsmittel ermittelt und Angebote eingeholt, damit die Prozesse in der Demonstratorumgebung dargestellt werden können. Sofern diese nicht vorhanden sind, werden eigene Konzepte entwickelt und in Abstimmung mit den Anwendungspartnern Prototypen erstellt.

Projektbearbeitung: Matthias Vette

Projektleitung: Rainer Müller

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