Cosmos

Entwicklung eines dezentralen Fabrikmanagement-Steuerungssystems

Problemstellung

Viele manuelle Arbeitsschritte konnten bislang schon durch Automatisierungslösungen ergänzt oder ersetzt werden. Die Erfahrung und Sensitivität des Werkers sind bei einigen Tätigkeiten wichtiger Bestandteil des Montageprozesses. Dadurch sind die Möglichkeiten zur Automatisierung begrenzt. Aus diesem Grund sind neue technische Konzepte gefragt, mit denen die Montageprozesse automatisiert an unvorhersehbare Randbedingungen angepasst werden können.

Ziele

Hauptziel des Projektes „COSMOS“ ist das Entwickeln eines dezentralen Steuerungssystems für das Fabrikmanagement. Das Projekt soll somit helfen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in europäischen Hochlohnländern durch eine Effizienzsteigerung der Montageprozesse sicherzustellen.Neben der erreichbaren Qualität sprechen die Produktionskosten, die sowohl den Invest als auch den laufenden Betrieb einschließen, für eine Steigerung des Automatisierungsgrades. Unter diesem Gesichtspunkt kann eine Vollautomatisierung der Produktion nicht das angestrebte Ziel sein. Parallel zur technischen Entwicklung der Prozesse müssen daher Kostenmodelle erarbeitet werden, mit denen ein optimaler Automatisierungsgrad ermittelt und realisiert werden kann.

Vorgehen

Die gesamte Fabrik setzt sich aus unabhängigen Produktionsmodulen, sog. „Self-Contained Factory Units“ (kurz: SCFU), zusammen, die sämtliche Planungs- und Ausführungskompetenzen beinhalten, um abgrenzbare Produktionsaufgaben zu lösen. Für die SCFU wird eine Modularisierungsstrategie verfolgt, die sich über das Produkt, die Prozesse und Betriebsmittel bis hin zu einem Kostenmodell durchzieht. Die Selbstadaptivität innerhalb einer SCFU wird dabei durch Betriebsmittel erreicht, deren Fähigkeiten durch ein Zusammenspiel unterschiedlichster Sensoren gesteigert werden, um eine Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Prozesseinflüsse zu erzielen.

Unsere Leistungen:

  • Erhöhung der Flexibilität von Roboteranwendungen durch Selbstadaptivität

  • Entwicklung von funktionsorientierten Geräten mit plug&use – Fähigkeiten

  • Definition von Kostenmodellen zur Einführung eines optimalen Automatisierungsgrades

Projektbearbeitung: Leenhard Hörauf

Projektleitung: Prof. Rainer Müller

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