AUTO IBN²

Effiziente Montage- und innovative Inbetriebnahmeprozesse in der Produktion moderner Fahrzeuge (AUTO IBN²)

In dem EFRE geförderten Projekt wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern unter anderem neue Mensch-Roboter-fähige Montageprozesse für die Automobilindustrie entwickelt.

Das ZeMA ist Partner in der wissenschaftlichen Gemeinschaft „Montage, Handhabung und Industrierobotik“. Zusätzlich bestehen Kooperationsvereinbarung mit führenden Roboterherstellern wie z.B. Kuka, ABB und Bosch.

Problemstellung:
Um eine mittelfristige Verlagerung der Fahrzeug-Endmontage aufgrund des Kostendrucks vom Hochlohnstandort Saarland bzw. Deutschland in Länder mit einem geringen Lohnniveau zu vermeiden, muss die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeug-Endmontage erhöht werden. Eine Möglichkeit hierfür ist die Steigerung der Effizienz der Montage- und Prüfprozesse im Automobilbau.

Zielsetzung:
Es wird die Zielstellung verfolgt, durch die Entwicklung innovativer Inbetriebnahme- und Montageprozesse für Kraftfahrzeuge neue Impulse für effiziente Produktionsprozesse zu geben. Das bietet die Möglichkeit prototypische Prozesse an dem vorhandenen Demonstrator je nach Anwendungsfall darzustellen bzw. umzusetzen. Dabei werden die Herausforderungen und die Potenziale des Aufbaus moderner Fahrzeuge adressiert. Das Projekt stärkt damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen bzw. lokal ansässigen Anlagen- und Betriebsmittelhersteller. Die stetige Zunahme an elektronischen Komponenten und die hohe Anzahl mechatronischer Funktionen von Fahrzeugen, führt tendenziell zu steigenden Aufwänden in der Fahrzeugendmontage und Inbetriebnahme. Grundsätzlich sollen Arbeitsumfänge nicht nur vermieden, sondern die mechatronischen Fähigkeiten der Kraftfahrzeuge auch für innovative und effiziente Prozesslösungen genutzt werden. Dadurch sollen Arbeits- und Prozessabfolgen effizienter gestalten werden. Darüber hinaus soll die Struktur des Montageprozesses für die Optimierung verändert werden.

Vorgehen:
Das Projekt AutoIBN2 ist Disziplin übergreifend aufgebaut und verbindet organisatorische als auch produktions-technische Fragestellungen. Forschungsschwerpunkt des Projektes ist die gemeinsame Entwicklung von Produktionsstrategien und -technologien für cyber-physische Produktionsanlagen und effiziente Montageprozesse. Durch smarte Betriebsmittel und intelligente Methoden, soll dies am Beispiel der Fahrzeugendmontage, sowie deren dazugehörigen Bereiche aufgezeigt werden. Dafür wird auf die neuesten Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugtechnologie, moderne Ansätze im Bereich der Informatik und auch Robotertechnik aufgebaut. So ergeben sich grundlegend neue Forschungsansätze zur Qualitätssteigerung und Absicherung der effizienten Fahrzeugproduktion an einem Hochlohnstandort.

Das Projekt enthält 5 Arbeitspakete:

  • Inlinemessung: In-Line-Messung der geometrischen Fahrachse mittels des entwickelten Radadaptionssystems und Einstellung der Fahrerassistenzsysteme in der Montagelinie
  • Werker Assistenzsysteme für die Fließmontage: Innovative Mensch-Roboter-Konzepte zur Automatisierung von Produktions- und Prüfprozessen in der Fließmontagelinie
  • Virtuelles Anlagen-Engineering: Methoden und Tools zur Entwicklung, Konstruktion und virtuellen Inbetriebnahme von robusten Produktionsanlagen
  • Energieeffizienz für den cyberphysischen Produktionsverbund: Entwicklung von Methoden und Anwendungen zum energieeffizienten Betreiben von Produktionsanlagen in unterschiedlichen Betriebszuständen
  • Modell- und Testfabrikumgebung:

Ausbau der Modellfabrik am ZeMA zur Validierung der Forschungsergebnisse in einem realen Demonstrator

Ergebnisse / Projektstand:
Das Projekt wurde Mitte 2015 gestartet und läuft über mindestens 3,5 Jahre. Der Arbeitsplan ist so aufgebaut, dass die Inhalte der Arbeitspakete parallel beginnen und zum Projektende einen gemeinsamen Projektstand in Form einer Entwicklungsumgebung erreichen.

Verwertungskonzept:
Mit der geschaffenen Entwicklungsumgebung sollen Prozesse validiert und Fortsetzungsprojekte mit der Industrie und Forschungsdienstleistungen ermöglicht werden. Zusätzlich wird der Demonstrator und die Forschungsergebnisse genutzt um weiterführende Forschungsprojekte zu beantragen und durchzuführen. Darüber hinaus wird das Equipment zu Lehre- und Weiterbildungsmaßnahmen eingesetzt.

Laufzeit: 07.06.2015-31.12.2018

Gefördert von: EU EFRE
62101e_0ba2f11a9b9e41a78000568236ea9393Saar_Logo_VER-Claim_std_4C

autoibnmrk_03